Energiehaushalt

Der Energiehaushalt unseres Körpers wird zum besseren Verständnis in Grundumsatz, Leistungsumsatz, Verdauungsverlust, sowie die spezifisch-dynamische Wirkung unterteilt.

Unser Energiebedarf nimmt mit zunehmendem Alter ab. Der Grundumsatz sinkt, da viele Stoffwechselvorgänge langsamer ablaufen und die Muskelmasse abnimmt, wo der Löwenanteil verbraucht wird. Der Leistungsumsatz sinkt, weil wir immer träger und bequemer werden. Da wir aber nicht automatisch weniger essen, steigt die Gefahr der Gewichtszunahme!


Grundumsatz

Der Grundumsatz  ist der minimale Energiebedarf, um unser Überleben 24 Stunden träumend im Bett  smiley  bei Zimmertemperatur zu gewährleisten. Er macht ca 50 % unserer aufgenommenen Nahrung aus. Mit dieser Energie wird z.B. die Körpertemperatur von 37° aufrechterhalten. Die Stoffwechselprozesse in der Herzmuskulatur, in Leber, Nieren und Gehirn müssen versorgt werden. Dieser Stoffwechsel, der bei völliger körperlicher Ruhe abläuft, wird auch als Basalstoffwechsel bezeichnet. Der Grundumsatz hängt von Alter, Geschlecht, Gewicht und Veranlagung ab. Eine 30jährige Frau mit 65 kg Körpergewicht hat z.B. im Durchschnitt einen Grundumsatz von 1400 kcal. Er wird nach der Formel

1 kcal x Gewicht x 24 Stunden x Geschlechtsfaktor x Altersfaktor

berechnet. Die Geschlechtsfaktoren betragen für den Mann 1 und für die Frau 0,9. Das weibliche Geschlecht hat in der Regel ein stärkeres Unterhautfettgewebe, ist damit besser wärmeisoliert und kann somit weniger Kalorien als Wärme an die Umgebung abgeben. Mit zunehmendem Alter nehmen die Stoffwechselprozesse ab, und somit geht der Grundumsatz ebenfalls zurück. Die Altersfaktoren sehen so aus:
20 bis 35 Jahre: 1
36 bis 50 Jahre: 0,9
51 bis 65 Jahre: 0,8
über 66 Jahre: 0,7

Im Winter, also bei tiefen Temperaturen, steigt hingegen unser Grundumsatz. Für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur von 37° werden mehr Kalorien benötigt.
Unsere sogenannte Veranlagung (Erbfaktoren, Hormonhaushalt, etc.) läßt sich schwer oder gar nicht berechnen, und ist Gegenstand der heutigen Forschung. Wir können lediglich beobachten, daß einige offensichtlich mehr essen können, ohne gleich an Gewicht zuzulegen. Dann heißt es "das ist ein guter Esser". Andere werden bleim "bloßen Zusehen schon dick". Die Hormonumstellung bei Frauen in den Wechseljahren führt meistens zu einer Gewichtszunahme. Dann gibt es noch die Erbkrankheit "Lipödeme" (= ein begünstigter Aufbau von Fettgewebe), von der wiederum fast ausschließlich das weibliche Geschlecht betroffen ist. Zu dem Thema wird irgendwann auf dieser Webseite mehr zu lesen sein!


Leistungsumsatz

Der Leistungsumsatz  mit ca 30 % ergibt sich aus unseren täglichen Aktivitäten wie Fernsehen, Bierdosen öffnen smiley , Ärger mit dem Chef haben, mit Kindern spielen, und eben zum großen Teil aus unserem Freizeitsport bzw. Bewegung. Er hängt allein von der Dauer, der Intensität und der Art unserer körperlichen Aktivität ab. Je mehr Muskeln betätigt werden, je länger und intensiver diese arbeiten, desto mehr Kalorien werden verbraucht. Besondere Leistungen des Organismus, wie Wachstum, Schwangerschaft oder Stillzeit erfordern ebenfalls jede Menge zusätzliche Kalorien.


Verdauungsverlust

Den Verdauungsverlust  mit ca. 10 % produziert unser Magen und Darmtrakt, während der Verarbeitung der Nahrung. Er schwankt je nach Nahrungsmittel. Bei einer ballastoffreichen Ernährung gibt es sicher mehr zu tun, wie bei den berühmten leeren Kalorien. Die Energie spüren wir als Wärme nach dem Essen.


Spezifisch-Dynamische Wirkung

"Unter spezifisch-dynamischer Wirkung versteht man den Energiebetrag, den der Organismus verbraucht, wenn er die zugeführten Nahrungsmittel verarbeitet. Jede Nahrungsaufnahme steigert den Stoffwechselumsatz, da diese von außen zugeführten Nährstoffe in ihre einzelnen Bausteine zerlegt und in körpereigenes Material umgebaut werden müssen. Diese Stoffwechselsteigerung ist bei den einzelnen Nährstoffen verschieden. Am höchsten liegt sie bei den Eiweißstoffen, durch deren Verarbeitung der Stoffwechsel durchschnittlich um 20 Prozent gesteigert wird, ein Umstand, den man sich bei eiweißreicher Kost zur Gewichtsabnahme zunutze macht. Bei den Fetten


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